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Die Ziach – Ein echtes österreicher Original, die Steirischen Harmonikas

Der Name für dieses Instrument ist darauf zurückzuführen, dass in erster Linie ländliche Musik damit gespielt werden sollte. Die einfache Landbevölkerung rund um Wien wurde als „Steirer“ bezeichnet. Daher hat das Zuginstrument seinen Namen - die Steirische Harmonka!

Bis auf die optisch ähnliche Bauart und die Art der Klangerzeugung haben beide Instrumente aber eher weniger miteinander zu tun. Der Klang beider Varianten wird über sogenannte Stimmzungen erzeugt, welche durch Luftdruck (Balg) in Schwingung versetzt werden. Die Klappen öffnen sich nur dort, wo die jeweilige Taste gedrückt wird. So kann die Luft erst an die Stimmzungen gelangen. Alle anderen Klappen bleiben dabei geschlossen. Das gleiche Prinzip findet man bei Mundharmonikas, welche im Inneren auch Stimmplatten besitzen.

Die Unterschiede zwischen Akkordeons und Steirischen Harmonikas zeichnen sich dadurch aus,

dass zunächst ein Akkordeon Tasten, wie an einem Klavier besitzt. Die Steirische ausschließlich Knöpfe. Der klangliche Unterschied ist zum einen der, dass bei einem Akkordeon, aufgrund der schwarz/weißen Klaviatur, chromatische (alle Töne) Tonleitern gespielt werden können, bei der Harmonika lediglich diatonische (nur Töne der jeweiligen Tonart). Daher wird die Steirische auch als „Diatonische Handharmonika“ bezeichnet.

Ein weiterer großer Unterschied des Klangs liegt im Bassbereich. Eine Diatonische hat grundsätzlich sogenannte „Helikonbässe“, welche sehr satt und wuchtig klingen. Das Akkordeon hingegen besitzt Bässe, welche sich in den Gesamtklang einfügen und eher neutral klingen. Außerdem zeichnet sich die Steirische dadurch aus, dass sie auf Zug und Druck unterschiedliche Tonarten wiedergibt. Bei einem Akkordeon ist es egal, ob gedrückt oder gezogen wird. Hier klingt immer der gleiche Ton.

Fleiß hat seinen Preis

Eine Steirische Harmonika ist bei weitem nicht so verbreitet, wie die Schwester, das Akkordeon. In erster Linie wird die „Ziach“, wie sie auch bezeichnet wird, selbstverständlich in Österreich und natürlich in Bayern gespielt. Aber auch in den umliegenden Ländern, wie der Tschechei, Slowenien und Südtirol ist sie ein beliebtes Volksmusik-Instrument. Aufgrund dessen, dass diese Art von Musikinstrument nicht überall auf der Welt verbreitet ist, wäre eine Massenproduktion in Fernost für keinen Hersteller rentabel.

Somit ist es nach wie vor so, dass Steirische Harmonikas in sorgfältiger Handarbeit in relativ kleinen, beschaulichen Werkstätten produziert werden. Das hat natürlich seinen Preis. Zunächst scheint der Kostenfaktor von etwa 3000 € - 5000 € für ein Standard-Instrument sehr hoch. Wer aber der Fertigung dieser Instrumente schon einmal beiwohnen konnte weiß, wie viele kleine Schritte nötig sind und wie intensiv die Handarbeit dabei ist, bis eine Harmonika komplett fertig gestellt ist. Zudem ist viel Wissen und Erfahrung gefragt. Somit ist jeder einzelne in einer Harmonika-Manufaktur ein Profi seiner Arbeit, was man am Ende sehen, fühlen und vor allem hören kann.

Kultfaktor: Dirndl, Lederhose und Steirische

Seit einigen Jahren hat das typische „Mia san mia“ Gefühl in Bayern und Österreich wieder enorm zugenommen. Mut zum Dialekt, zur Tracht und dem entsprechend auch zur Volksmusik. Was früher nur für Oma und Opa schön war, ist mittlerweile auch bei jungen Menschen durchaus beliebt und interessant geworden. Passend zu diesem Trend hat der Österreicher Andreas Gabalier den Nerv der Zeit getroffen und tourt als selbst ernannter „Volks-Rock’n‘Roller“ durch die Lande und kann ausverkaufte Stadien verbuchen. Eine Mischung aus modernem Sound mit E-Gitarre und Schlagzeug, gepaart mit Steirischer Harmonika. Es schlägt ein wie eine Bombe. Ein ähnliches Konzept mit gleichem Erfolg hatten vor etwa 25 Jahren die „Zillertaler Schürzenjäger“.

Fakt ist, dass das Instrument Steirische Harmonika boomt. Es liegt aber nicht nur an den äußeren Umständen und der Freude an Volksmusik. Ein weiterer, wichtiger Faktor ist, dass dieses Instrument zügig und einfach erlernt werden kann.

Spezielles Instrument – Spezielle Notenschrift

Aufgrund der diatonischen Stimmung wäre es für Einsteiger zunächst sehr kompliziert, das diatonische Instrument zu erlernen. Für die Harmonika gibt es daher eine eigens entwickelte Notation, Musikstücke zu Blatt zu bringen. Diese Art nennt man „Griffschrift“. 1916 entwickelte der Verlag „Helbling“ eine Tabulatur für eine zweireihige, diatonisch Harmonika.

Max Rosenzopf, ein Musiklehrer aus der Steiermark verfeinerte dieses Konzept und brachte 1975 die „Griffschrift“ auf den Markt. Mittlerweile ist sie nicht mehr wegzudenken. Besonders für Neulinge, ohne Vorkenntnisse ist dieses System eine geniale Lösung, das Instrument zu erlernen. Leicht verständlich und schnell umsetzbar. Bereits nach einigen Wochen können schon die ersten Stücke zum Besten gegeben werden. Also ran an die Tasten.

Vielfalt und Unabhängigkeit der Steierischen Harmonikas

Manche Händler bieten nur Produkte eines einzelnen Herstellers an. Der Kunde kann somit nicht wirklich vergleichen. Denn jeder Hersteller hat seinen eigenen Klangcharakter und seine eigene Bespielbarkeit. In unserem Fachgeschäft in Parsberg können Sie sich an über 30 verschiedenen Modellen begeistern und ganz unabhängig und unverbindlich unterschiedliche Hersteller und Modelle probe spielen. Wir führen namhafte Hersteller wie Strasser, Kärntnerland, Müller, sowie andere Fabrikate.

Sie können auch jederzeit Ihr Wunschinstrument mit unserer Mithilfe bestellen. Ein wichtiger Aspekt ist auch der Service. Immer wieder mal können kleinere Reparaturen anfallen. In unserer Service-Werkstatt führen wir Reparaturen für Steirische und Akkordeon aller Art durch. Schnell und zuverlässig.

Wer die Steierischen Harmonikas zunächst testen will, kann entweder in unserem Geschäft sich etwas Zeit nehmen und in Ruhe nach Anleitung die ersten Gehversuche wagen. Sie werden sehen – einfacher als gedacht.

Tipp!

Wenn Sie sich immer noch nicht sicher sind, ob die Steirische dauerhaft Ihr Freund wird, kann einfach und bequem unserem „Miet-Kauf“ in Anspruch nehmen. Drei bis sechs Monate günstig mieten und danach entscheiden. Sollten Sie sich für den Kauf entscheiden, werden die, bis dahin gezahlten Mieten, voll angerechnet.

Fazit:

Die Steirischen Harmonikas sind ein wunderschönes, gesellschaftliches Instrument, mit dem man viel Freude haben kann. Ganz egal ob man alleine zuhause übt, oder man mit Freunden einen Abend verbringt. Man kann sie überall mitnehmen und ist definitiv robuster als man denkt. Zudem ist sie ein tolles Schmuckstück mit viel Liebe zum Detail. Kommen Sie vorbei uns besuchen Sie unsere Vielfalt in unserer Ausstellung in Parsberg. Wir freuen uns auf Sie.

 

(Autor: Bastian Konik)

 

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