Die Bezeichnung „Klavier“ kommt, wie viele gebräuchliche Bezeichnungen, aus dem Lateinischen. Das Wort „Clavis“ bedeutet übersetzt, „der Schlüssel“. Dies ist auf die mittelalterliche Notation zurückzuführen. Hier wurden Bezeichnungen direkt auf Tasten notiert. Im Laufe der Zeit änderte sich die Notation auf die heute bekannten Notenlinien. Im Englischen ist die Bezeichnung „Key“ (Schlüssel) nach wie vor gängig, wenn es um Tonlagen oder Tonarten geht. Der landläufig bekannte Begriff „Piano“ stammt ebenfalls aus dem Lateinischen. Es bedeutet „leise“. Eigentlich bezeichnete man das Instrument als „Piano-Forte“ (Leise-Laut), da es das erste Tasteninstrument war, bei dem man die gespannten Saiten nicht nur laut, sondern auch leise anspielen konnte. Hier ist der große Unterschied zum Spinett und auch dem Cembalo, bei dem die Saiten nicht angeschlagen werden, sondern über eine Art Haken angerissen werden. Dabei ist die Variation der Lautstärke sehr gering.
Ein Instrument mit langer Geschichte
Das erste erwähnte Klavier mit dieser Art der Klangerzeugung lässt sich auf das Jahr 1698 datieren.
Die Erfindung wird dem Italiener Bartolomeo Cristofori zugeschrieben, welcher Ende es 17ten Jahrhunderts in Florenz am Hof von Fernando de Medicis als Instrumentenbauer und Kurator angestellt war. Schon war der Siegeszug des Klavieres besiegelt. Nach und nach wurden immer mehr Klavierbau-Werkstätten gegründet und das Instrument entwickelte sich zu einem, wenn nicht sogar dem beliebtesten Musikinstrument. Dank der modernen Technik kann man mittlerweile ein Klavier auch alleine transportieren. E-Pianos oder Digitalpianos erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Dennoch ist ein akustisches Instrument eine andere Stufe des Wohlfühlens und Genießens.
Zudem ist der Wertverlust deutlich geringer als bei der elektronischen Variante und auch Reparaturen können nach vielen Jahren noch durchgeführt werden. Bei Instrumenten mit Stromversorgung sind bereits nach zehn bis fünfzehn Jahren keine Ersatzteile mehr erhältlich.
Made in Germany – Wir drehen den Spies mal um
In einer Zeit, in der England eine hervorragende Wirtschaftslage vorweisen konnte, hielt Deutschland mit voller Kraft dagegen. Produkte mit vermeintlich schlechterer Qualität zum günstigeren Preis wurde aus Deutschland nach Norden exportiert. Um die englischen Bürger vor Import-Artikel zu warnen, mussten alle Produkte aus Deutschland mit „Made in Germany“ versehen werden, um den Kunden abzuschrecken. Das ging nicht lange gut und Deutschland lieferte immer mehr Artikel, denn die Qualität stimmte. So entwickelte sich aus dem Warnhinweis ein Gütesiegel, bei dem heute noch ein Produkt, welches mit „Made in Germany“ versehen ist, für Zuverlässigkeit und Qualität steht.
Schimmel – ein Name der für Qualität spricht
Das Gleiche gilt für den Instrumentenbauer Wilhelm Schimmel, welcher 1885 sein erstes eigenes Klavier baute. Dies geschah kurz nach seiner Ausbildung zum Klavierbauer. Der Erfolg wuchs. Nachdem dessen Sohn Arno Wilhelm Schimmel 1927 das Werk übernahm und nach Braunschweig umsiedelte, begann die Erfolgsgeschichte des deutschen Familienunternehmens erst richtig.
Ende der fünfziger Jahre sind Schimmel-Klaviere die meistgekauften Instrumente aus deutscher Fertigung und wurden bereits damals in die gesamte Welt exportiert.
Die Manufaktur Schimmel produziert heute noch Instrumente in den Werkstätten in Braunschweig mit stetiger Qualität.
Aufgrund der Konkurrenz aus Fernost fertigt man auch Instrumente im Ausland, welche etwas einfach gebaut sind und deutlich günstiger verkauft werden können. Dennoch ist selbst hier der Qualitätsstandard deutlich höher als bei vergleichbaren Produkten aus China und Taiwan.
Schimmel C 116 T – Freude am Spielen – Ein Leben lang
Das Schimmel C 116 T ist ein echter Schatz aus der „Classic“ Serie von Schimmel. Es ist das günstige Instrument der deutschen Manufaktur, welches bereits viele Eigenschaften der großen, professionellen Modelle besitzt. Dieses ist ein relativ kleine Schmuckstück mit einer Höhe von 116 cm. Aber wie sagt man so schön: Klein aber oho!
Ausschlaggebend für die Qualität ist die äußerst genaue Verarbeitung. Das kommt nicht von ungefähr. Es wird von erfahrenen Klavierbauern in Braunschweig von Hand gefertigt und darf somit als 100% Made-in-Germany betitelt werden. Im Inneren des Körpers befindet sich eine hochwertige „Renner Mechanik“ aus Baden-Württemberg. Der Hersteller „Louis Renner“ produziert hervorragende, langlebige und zuverlässige Mechaniken für Flügel und Klaviere. Allein diese Bauteile sind sehr einflussreich und verraten, dass man mit diesem Piano lange Zeit seine Freude - mitunter viele Jahrzehnte – haben wird. Sofern die Qualität stimmt, was bei Instrumenten aus dem Hause Schimmel der Fall ist, gelingt die Freude.
Pflege und Wartung vom Klavier ist die halbe Miete
Grundsätzlich ist ein Klavier dafür gebaut, sehr lange spielbar zu bleiben. Bei guter Qualität und Verarbeitung ist dies auch der Fall. Jedoch sollte man im eigenen Interesse etwas nachhelfen.
Ein Auto muss schließlich auch regelmäßig zum TÜV. Warum nicht auch das Instrument?
Aber keine Angst, Kupplung, Bremsen und sonstiger Verschleiß ist hier zunächst nicht geboten.
Eine jährliche Stimmung des Klaviers für etwa 100 € hält das Instrument viele Jahr in Schuss.
Als Fachgeschäft und Meisterbetrieb können wir in allen Fragen weiterhelfen und bieten Ihnen den Service, den Sie als Besitzer wünschen. In unserer hauseigenen Klavier-Werkstatt kann unser Klavierbaumeister Sebastian Wittl auch größere Reparaturen und Überholungen von Klavieren und Flügeln kompetent und zuverlässig durchführen. Unsere Klaviere erhalten Sie immer mit kostenloser Lieferung und einer Service-Stimmung gratis. Selbstverständlich zu sehr fairen, günstigen Konditionen.
Bei Stimmungen ist es vollkommen irrelevant, ob Sie das Instrument bei uns erworben haben, oder anderweitig gekauft haben. Sie fragen, wir handeln. Fair und ehrlich. Der Bezug zu unseren Kunden und die langfristige Zusammenarbeit ist das, was uns am Herzen liegt. Musik verbindet, egal wie. Besuchen Sie uns doch einfach in einem unserer Geschäfte in Regensburg oder Parsberg, oder vereinbaren Sie telefonisch oder per Mail einen Termin für die Stimmung Ihres Instruments.
Denn ein Klavier macht Freu(n)de
(Autor: Bastian Konik)