Furch Gitarren sind noch relativ neu im Gitarrenmarkt. Denn der tschechische Gitarren-Hersteller Furch ist noch gar nicht so lange im Geschäft.
Im Vergleich zu Herstellern wie „Martin Guitars“, welche es schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts gibt, sind beschaulich 40 Jahre dagegen eher wenig. Der aktuelle Marktführer im Bereich Western-Gitarre, „Taylor Guitars“ aus Kalifornien gibt es auch erst seit 1976. Daher ist das nicht unbedingt der ausschlaggebende Punkt, um erfolgreich zu sein. Eher gilt es, etwas herzustellen, was einzigartig und hochwertig ist.
Furch hat es geschafft, trotz dem Verbot des kommunistischen Regimes, unternehmerische Aktivitäten anzustreben, seine Instrumente still und heimlich in seiner Garage zu produzieren. Nicht viele, aber immerhin. Endlich war es soweit, dass er offiziell produzieren durfte.
Schnell wurde eine neue Werkstatt angemietet und Mitarbeiter eingestellt. Im Lauf der Jahre entwickelte sich Furch zu einem amtlichen Gitarrenhersteller. Zunächst wurden die Instrumente ausschließlich in Tschechien verkauft. Später auch exportiert.
Heute ist Furch ein fester Bestandteil, wenn es um hochwertige Gitarren geht.
Frantisek Furch‘s Sohn Petr übernahm vor einigen Jahren die Leitung der Manufaktur.
Der Erfolg ist größer denn je. Zurecht, denn Klang und Qualität stimmen.
Vielseitig und systematisch
Jeder Hersteller verfolgt eigentlich das Ziel, seinen eigenen Klangcharakter zu erschaffen.
Furch hingegen geht hier noch einen Schritt weiter. Ganz bewusst werden hier alle Modelle in zwei Serien unterteilt. „Millenium“ und „Vintage“. Wie die Namen bereits verraten ist die Millenium-Serie eher das Instrument für den modernen Musiker. Warmer, runder und voller Klang für Strumming und Singer/Songwriter Freunde. Die Vintage-Serie hingegen besitzt einen eher klaren, definierten, präziseren Ton. Die perfekte Grundlage für Picking, Blues, Country und andere traditionelle Stile.
Selbstverständlich ist die Qualität beider Serien gleichauf. Die Millenium-Serie ist durch die Bezeichnungen 20 bis 25 definiert. Vintage-Modelle sind von 30 bis 35 benannt. Anders als andere Hersteller bietet Furch nur wenige Modelle als Standardware an. So ist eine schnellere Fertigung gewährleistet und die Produktionskosten werden dadurch gesenkt. Diese und andere Faktoren sind die Grundlage für das attraktive Preisangebot.
Da bleibt kein Wunsch offen
Auch wenn es zunächst so scheint, als ob es nur wenige Modelle gibt, ist die Vielfalt riesig.
Im Gegensatz und anderen Firmen, hat Furch nur die Modelle 20 bis 25 und 30 bis 35 von der Stange. Jedes Modell besitzt eine bestimmte Holzkombination und ist in verschiedenen Formen erhältlich. Jedoch besteht die Möglichkeit, verschiedene Varianten der jeweiligen Gitarre zu bestellen. So kann man beispielsweise die vorgegebenen Decken- und Korpushölzer gegen andere Varianten tauschen lassen. Genauso ist es möglich, jedes Modell mit Cutaway zu bestellen. Zudem bietet Furch auch an, verschiedene Tonabnehmer-Systeme bereits ab Werk einbauen zu lassen.
Eine weitere interessante Option ist, sich selbst auszusuchen, wie breit der Sattel und somit auch der Hals sein soll. Standardmäßig werden alle Gitarren mit einer Sattelbreite von 45mm ausgeliefert.
Man kann aber auch 43mm oder 48mm wählen. Somit werden aus einigen wenigen Standardmodellen ganz schnell viele „Custom-Shop“ Gitarren zum kleinen Preis.
Furch Gitarren sind genial einfach oder einfach genial
Wie bereits erwähnt, sind es verhältnismäßig wenige Modelle, welche als Standardsortiment angeboten werden, wenn man das Portfolio von Furch mit dem anderer vergleicht. Um ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen, klären wir euch über die Modell-Struktur bei Furch auf.
Durchgehend ist es bei beiden Reihen, also der „Millenium“ und der „Vintage“-Serie so, dass die Gitarren mit aufsteigender Zahl immer hochwertiger werden. Das beinhaltet sowohl die Qualität der Hölzer, als auch, dass die Verzierungen und Details aufwendiger gearbeitet sind. Zudem gibt es ab dem 22er Modell anstatt einem Gig-Bag schon einen massiven Hartschalen Koffer von Hiscox serienmäßig dazu. Wer jetzt auf der Suche nach der ultimativen Wunschgitarre ist, kann allerdings Diverseres auswählen. Nehmen wir als Beispiel eine „OM-34SR“. Das Modell 34 mit einem „Orchestra Model“ Korpus, kombiniert mit massiver Sitka-Fichtendecke und massivem Palisander-Koprus. Nach Wunsch kann man jetzt die Korpusform ändern, was ohne Aufpreis klappt.
Wer einen Cutaway und oder Elektronik möchte, kann dies für einen Aufpreis in Auftrag geben.
Genauso ist es möglich, die Hölzer der Gitarre gegen andere zu tauschen. Je nachdem wie viel man verändert und vor allem, welche Bauteile verwendet werden sollen, sind die Preise sehr unterschiedlich. Wer den Boden und die Zargen aus Madagaskar-Palisander möchte kann mit einem Aufpreis von 1000 € rechnen. Aber alles in allem ist es sehr übersichtlich gestaltet und lässt den Endkunden durchblicken. Dazu am besten den Fachhändler des Vertrauens aufsuchen und mit ihm zusammen das Passende zusammenstellen.
Unser Fazit:
Furch Gitarren sind hervorragend verarbeitet und bieten durch ihre beiden Varianten sehr unterschiedliche Klänge, bei denen so ziemlich jeder was findet. Durch die kompakte Baureihe erhält man zu sehr fairem Geld enorm viel Gitarre. Wem eine Martin, Taylor, Gibson oder ein anderer Hersteller zu teuer ist, kann getrost auf den Tschechen zurückgreifen und glücklich werden. Wir verkaufen Furch Gitarren leidenschaftlich gerne und wissen, dass sie jeden Cent wert sind.
Anzutesten in unserem Haupthaus in Parsberg und unserer Filiale in der Regensburger Altstadt.