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Querflöten sind mitreißende Musikinstrumente für alle Musikstile und Menschen

Querflöten erzeugen einen angenehmen, weichen und schimmernden Ton in einer meist silberglänzenden Hülle. Sie sind bei Alt und Jung sehr beliebt. Querflöten fügen sich perfekt in die unterschiedlichsten Musikstile ein: wie zünftige Blaskapellen, Symphonie-Orchester, als auch in Rockbands. In der Kinderoper „Peter und der Wolf“ von Tschaikowsky, verleiht die Querflöte dem kleinen Vogel die Stimme, wie sie kein anderes Instrument so treffend interpretieren könnte. Das beste Beispiel für den Einsatz des Instruments auf lauten Bühnen ist die britische Gruppe „Jethro Tull“ mit ihrem Sänger und Flötisten Ian Anderson. Der Multiinstrumentalist schaffte es, der Querflöte im Bereich der Rockmusik eine tragende Rolle zu geben. Den Song „Locomotive Breath“ hat bestimmt schon jeder einmal im Radio gehört. Vielleicht sogar den exzentrischen Ian Anderson gesehen. Sein Markenzeichen ist, nur auf einem Bein stehend auf der Bühne zu spielen. Somit ist die Querflöte ein sehr variables und vielseitig einsetzbares Instrument.

Ein Instrument mit langer Geschichte

Bekannt ist diese Art von Instrument in der annähernd heutigen Form seit etwa dem 11./12. Jahrhundert. Auch schon deutlich früher wurden Instrumente, nicht längs, sondern quer vor dem Mund geblasen. Da allerdings die Metallverarbeitung vor vielen hundert Jahren noch nicht so filigran wie heute möglich war, fertigte man die Instrumente aus Holz, da das Schnitzen deutlich einfacher war.

Ein Irrglaube ist allerdings, dass deswegen die Querflöte zu den Holzblasinstrumenten zählt, obwohl sie meist aus Metall gefertigt ist. Der Hintergrund hierfür ist die Bauart. Ein Blechblasinstrument, wie eine Trompete besitzt lediglich eine Öffnung, aus der Luft austreten kann. Dem Schallbecher. Hier spricht man von einer „geraden bzw. ungeteilten Luftsäule“. Bei Holzblasinstrumenten hingegen, wie Klarinetten, Saxophonen oder Blockflöten kann die Luft aus mehreren Öffnungen gleichzeitig entweichen, was man als „geteilte Luftsäule“ bezeichnet. Da eine Querflöte mit mehreren Klappen ausgestattet ist, und daher eine geteilte Luftsäule besitzt, zählt sie zu den Holzblasinstrumenten.

Querflöten gibt es in den verschiedensten Preisspannen

Eine Querflöte ist mittlerweile in den unterschiedlichsten Preisklassen erhältlich. Einige „Billig-Produktionen“ aus Fernost bereits für schlappe 200-300 €. Allerdings ist hier Vorsicht geboten. Da dieses Instrument aus vielen, kleinen Einzelteilen besteht, scheitert es bereits an der Stabilität der winzigen Säulen, Federn und Klappen. Hiervon sollte man besser die Finger lassen. Eine Reparatur, sofern sie überhaupt von Instrumentenbauern ausgeführt wird, wäre meist nicht rentabel. Den idealen Einstieg bietet beispielsweise die japanische Firma Yamaha mit dem Modell YFL 212 (Nachfolger des Klassikers YFL 211). Auch der renommierte Hersteller Miyazawa, ebenfalls ein Japaner, liefert ein sehr interessantes Einstiegsinstrument. Die MJ100 Flöte. Diese liegen bei etwa 600-700€. Vernünftige Verarbeitung und zuverlässige Funktionalität, sind die Basis eines guten Starts. Querflöten unterscheiden sich in erster Linie durch ihr Material, aus dem sie gefertigt sind und wie viel Handarbeit darin steckt.

Bei günstigeren Instrumenten ist das Kopfstück und der Korpus aus Neusilber gefertigt. Dieses Material hat allerdings mit dem Element Silber (Ag) herzlich wenig zu tun. Lediglich ist es optisch der gleiche Farbton. Die Steigerung der Materialqualität wird in unterschiedliche Stufen unterteilt. Je nach Hersteller, ändern sich die Materialen der einzelnen Bauteile. So kann es sein, dass die Platte, in die man hineinbläst bereits aus echtem Silber gefertigt ist, der Rest aus Neusilber. In einer weiteren Stufe wird dann das komplette Kopfstück aus Silber gefertigt. So durchzieht sich die Steigerung in der Materialqualität bis hin zu 24 Karat Gold. Man kann sich vorstellen, dass eine Flöte, komplett aus Gold gefertigt, nicht gerade günstig ist. Die Firma „Sankyo“, ebenfalls aus Japan ruft für ein Instrument, komplett handgefertigt aus 24-karätigem Gold etwa 120.000 € auf.

Wer sich ein Instrument anschaffen will, mit dem er längerfristig zufrieden ist und Spaß daran hat, muss diesen Preis selbstverständlich nicht ausgeben. Bereits ab 1500-2000€ werden von Yamaha, Mijazawa und Azumi sehr attraktive Modelle angeboten. In dieser Preisklasse erhält man bereits handgefertigte Kopfstücke aus Silber und einen sehr gut verarbeiteten Korpus.

Unterschiedlichste Bauweise

Querflöten unterscheiden sich auch drastisch, was den Bau des Korpus betrifft. Zunächst gibt es ein Metallrohr, in welches man Löcher fräst. Auf diese Löcher werden die Kamine aufgesetzt und verlötet. Darauf liegen später die Klappen. Dies hat den Vorteil, dass das Instrument durchgehend die gleiche Stärke und Wandung des Materials aufweist. Zudem ist diese Bauart sehr stabil. Die andere Variante ist der „Gezogene Kamin“. Hier wird aus dem bestehenden Rohr das Material direkt herausgezogen. Man kann es sich vielleicht wie bei einem Glasbläser vorstellen, welcher mit der Zange an dem weichen Glas zieht um eine bestimmte Form zu erreichen.
Das herausgezogene Material wird umgebörtelt. Das bedeutet, dass der Rand des Kamins umgerollt wird. Somit gibt es zum einen keine scharfe Kante und zum anderen eine deutlich stabilere, breitere Auflagefläche.

Bei dieser Technik ist der Korpus nicht überall gleich dick. An den Stellen, an denen Kamine herausgezogen wurden ist die Wandung dem entsprechend dünner. Ein großer Vorteil hierbei ist, dass das Instrument sehr leicht anspricht und ein anderes Schwingungsverhalten an den Tag legt, welches sich im Ton wiederspiegelt.
Je nachdem, was letztendlich das Instrument kostet, lässt sich erahnen, wie viel Handarbeit in der jeweiligen Flöte steckt. 4000-5000€ sind zwar viel Geld, allerdings für eine gute Flöte durchaus Standard. Vielleicht sollte man dabei nicht vergessen, dass ein Instrument, sofern es vernünftig behandelt und gewartet wird, auch viele, viele Jahre Freude bereitet. Ein günstiges Instrument lässt bereits nach 1-2 Jahren oft zu wünschen übrig. Da Reparaturen oft aufwendig sind, fallen schnell 100-200€ an. Ob sich das auf Dauer rechnet?

Das Herzstück der Flöte - das Kopfstück - beeinflusst den Klang und die Ansprache erheblich. Dies ist stark vom verwendeten Material abhängig. Oft werden auch verschiedene Materialen in einem Kopfstück verarbeitet. So ist die Mundlochplatte eventuell aus einer Silberlegierung wie 925er Sterling Silber oder hochwertiger hergestellt und das Kopfstück selbst nur versilbert. Die Kombination der Materialien hängt selbstverständlich von der Preisklasse ab. Ab einem gewissen Preisniveau kann sogar zwischen verschiedenen Kopfstücken gewählt werden. Da der Bau von Kopfstücken eine Kunst für sich ist, gibt es Hersteller wie „Altus“, die sich darauf spezialisiert haben. In Zusammenarbeit mit Jupiter, einer Firma für Blasinstrumenten wurde „Azumi“ ins Leben gerufen, welche Instrumente mit sehr hochwertigen Kopfstücken aus dem Hause „Altus“ anbieten. Hier kann sogar zwischen zwei Mundloch-Varianten gewählt werden. „S-Cut“ und „Z-Cut“. Die eine Variante liefert einen persönlicheren, facettenreicheren Klang, die Andere eine leichtere Ansprache und einen kraftvolleren Ton.

Wie jedes Instrument, ist auch eine Querflöte ein Instrument, das zu einem passen muss. Somit sollte man einen Fachhandel aufsuchen, der eine repräsentative Auswahl an Modellen in verschiedenen Preisklassen anbietet.
Wir haben für unsere Kunden stets eine umfangreiche Auswahl in unserem Haupthaus in Parsberg testbereit.
Zudem sind wir zertifizierte Meisterwerkstatt für Holzblasinstrumente.
Unsere Holzblasinstrumentenmacher-Meisterin Anna Wittl berät Sie gerne und kompetent. Ganz egal, ob es sich um eine Neuanschaffung oder eine Reparatur handelt.

(Autor: Bastian Konik)