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Slick Guitars – die Gitarrenmarke eines bekannten Gitarristen

Slick Guitars oder Earl Slick, wo hat man noch gleich diesen Namen gehört…na klar, es handelt sich um keinen geringeren als den langjährigen Mitstreiter und Gitarrist von David Bowie (R.I.P.). Und genau dieser hat mit Slick Guitars seine eigene Gitarrenmarke auf den Markt gebracht. Dabei ist die gesamte Modellpalette konsequent nur auf das Notwendigste reduziert und ganz schön auf alt getrimmt. 

Wir stellen euch drei Modelle ausführlicher vor: 

  • Slick SL 50
  • Slick SL 54
  • Slick SL 60

Technische Daten der Slick Guitars

Zunächst einmal fällt auf, dass alle drei Modelle ein amtliches Gewicht haben. Dies liegt an der verwendeten Sumpfesche (Swamp-Ash), aus der bei allen Modellen der Korpus besteht. Weiter geht es dann unisono mit Hals aus Kanadischem Ahorn und Palisandergriffbrett. Die ab Werk aufgezogenen D'Addario EXL110 laufen über eine Wraparound Bridge aus Messing und machen am Hals Bekanntschaft mit 22 Medium Jumbo Bünden. Eine kleine Besonderheit ist der Sattel aus Graphit und die abgeschrägte Kopfplatte. Die Sattelbreite beträgt 43mm. 

Die Slick SL 60 ist an die gute alte Telecaster angelehnt. Für elektrische Verstärkung sorgen zwei Singlecoils aus eigenem Hause: AlNiCo V SL 119 Brücken-Tonabnehmer und SLP 121 Neck in der Hals-Position. Ein 3-Wege-Toggle-Switsch sorgt für Koordination. Dann finden wir noch ein Volume Poti und das war’s. Ein Ton Poti sucht man vergebens. 

Noch minimalistischer kommt das Super-Strat Modell SL 54 daher. Hier arbeitet nur ein Tonabnehmer, dafür ein Humbucker (auch AlNiCo V, auch aus Eigenmarke). Demnach gibt es hier auch keinen Toggle-Switch. Ein Volume Poti reicht.  

Mit der SL 60 verlassen wir den 7ender Sektor und betreten Gibson-Land. Pate für diese Gitarre stand die Les Paul Special. Dann kommen stilecht auch zwei P-90 Tonabnehmer zum Einsatz. Wie bei der SL 50 finden wir hier auch einen Toggle-Switch und einen Lautstärkeregler.

Ran an die Buletten – die Slick Guitars im Praxistest 

Also, fangen wir mit der SL 50 an. Schon trocken gespielt fällt auf, dass sie viel dunkler und weniger twangy klingt als das berühmte Vorbild. Auch am Verstärker setzt sich dieser Eindruck fort. Klar ist die Verbindung zur Tele da, nur klingt alles eben etwas fetter. Clean können vor allem der Halspickup und die Zwischenpositionen beider Tonabnehmer überzeugen. Super für Rhythmusarbeit oder Blues. Auch das Start-Me-Up-Riff kommt recht authentisch rüber.

Nun betreten wir den verzerrten Sektor. Jetzt kommt der Steg Pickup voll zum Zug: schneidende Riffs, fette Powerchords sind genau sein Ding. Allerdings zu verzerrt sollte es nicht zugehen, da er sonst zum Matschen und Rauschen (da Singlecoil) neigt. 

Das Strat Modell SL 54 fühlt sich zunächst super komfortabel an. Denn die Position im Sitzen und im Stehen ist stets ausgewogen. Unplugged klingt sie ein wenig heller als das Tele-Pendant, was sich am Verstärker jedoch wieder relativiert. Dank des verbauten Humbuckers geht es hier noch eine Stufe fetter/härter zu. Am wohlsten fühlt sich diese Klampfe bei allem zwischen leicht angecruncht und super verzerrt. Hier darf dann die Verzerrung auch mal heftiger ausfallen. Kurzum, sie klingt hervorragend für Punk, Grunge, Hard Rock, co.

Fehlt noch die Slick SL 60. Unverstärkt klingt sie der SL 54 recht ähnlich. Von allen drei Modellen twangt sie noch am meisten.  

Und jetzt Kabel rein, Verstärker an, aufdrehen und los geht der Spaß! P-90 Pickups klingen nun mal einfach geil: drahtiger als Humbucker, dunkler als normale Singlecoils und ganz eigen. Clean tönt der Hals Pickup voll, klar und lädt zum 50er Jahre Balladen-Schnulz ein. Die Mittelposition und Steg bieten enormes Funk-Potential und lassen sich gut für rhythmische Angelegenheiten gebrauchen.  

Das Steckenpferd der SL 60 ist jedoch, wie auch beim großen Vorbild, der low bis medium Gain- Bereich. Dreckiger Blues auf der Hals Position und knallhartes Brett beim Kollegen am Steg. Hier kommen alle fetten Classic-Rock-Riffs originalgetreu rüber. Egal ob AC/DC oder ZZ Top. 

Der Volume-Poti macht bei allen drei Modellen einen guten Job. 

Resümee 

Die Slick Gitarren bieten eine absolut attraktive Alternative zu den Modellen der Platzhirsche Yamaha und Ibanez. Denn Verarbeitung, Qualität der Bauteile und Klang sind für diese Preisklasse außergewöhnlich gut. Zudem fällt man mit diesen Gitarren auch optisch auf, da sie allesamt über einen eigenständigen Look verfügen.

Kurzum: Ja, in diesem Fall ist Geiz absolut geil!

Also, was sagen wir: "Well done, Earl!" 

©Ruben Zimmermann