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Spüren Sie die Lebendigkeit einer Vincent-Bach-Trompete!

Eine Vincent-Bach-Trompete ist der Traum eines jeden Trompeters. Alles begann vor genau 100 Jahren. Als Vincenz Schrottenbach, der aus Baden bei Wien stammte, im Jahr 1918 eine kleine Werkstatt in New York eröffnete. In dieser Miniwerkstatt stellte er anfangs nur Mundstücke her.

Wie entstand der Mythos Vincent Bach?

Machen wir eine Zeitreise noch weiter in die Vergangenheit. Am 24. März 1890 wurde in Baden bei Wien Vincenz Bach in eine reiche Seifenfabrikantenfamilie hineingeboren. Beide Elternteile waren recht musikalisch, was auch auf den kleinen Vincenz abgefärbt hat. Er beginnt mit dem Geigenspielen und zur Erstkommunion bekommt er seine erste Trompete. Doch als sein Vater bei einem Fahrradunfall ums Leben kommt und die Mutter wieder heiratet, kann er seine Pläne, eine Ausbildung am Musikkonservatorium zu machen, nicht umsetzen. Denn der Stiefvater hält nichts von der Musik. So beginnt er nach vielen Streitereien eine Ausbildung an der Maschinenbauschule in der Wiener Neustadt. Doch wer einmal ein Musiker war, der bleibt dabei. So musiziert er weiter und nimmt Unterricht und landet schließlich bei der Marinemusik.

Wie wurde aus Vincenz Schrottenbach nun Vincenz Bach?

Als der Erste Weltkrieg ausbrach, Vincenz war gerade in England, wollte er nicht zurück nach Österreich, aber auch nicht in England bleiben. Darum kaufte er sich unter falschem Namen ein Ticket nach New York und so ist er per Schiff mit gekürztem Namen als Vincent Bach im Land der unbegrenzten Möglichkeiten angekommen.

Was trieb ihn an eine eigene Vincent-Bach-Trompete zu bauen?

Als er als erfolgreicher Musiker in renommierten Orchestern Probleme mit seinem Mundstück bekam, machte er aus dieser Not eine Tugend. Er baute sich selbst sein perfektes Mundstück – ein wichtiges Element eines jeden Blechbläsers. Auch seine Kollegen wollten nun ein besseres Mundstück. Als er alle mit einem Mundstück versorgt hatte, begann er mit seiner kleinen Drehmaschine mehr Mundstücke herzustellen. Nach einer Anzeige in einer Musikzeitschrift war der Ansturm so groß, dass er seine Konzerttätigkeit aufgab und sich nur noch der Herstellung von Mundstücken widmete. Sein Selbstbewusstsein war enorm (oder war es Größenwahn) denn ab 1922 baute er eigene Trompeten, die er unter dem Modellnamen „Stradivarius“ vermarktete. Die Ähnlichkeit mit dem bekannten Geigenbauer Antonio Stradivari ist nicht zu verheimlichen.

Wie geht es weiter mit der Vincent-Bach-Trompete?

Inzwischen gehört die Firma Vincent Bach zum Konzern Conn-Selmer. Dieser liegt in Elkhart, 60 Meilen östlich des Lake Michigan. Dieser Konzern ist ein Zusammenschluss verschiedenster Hersteller von Holz- und Blechblasinstrumenten sowie Percussioninstrumenten. Der Konzern Conn-Selmer wiederum ist eine Tochterfirma des Konzerns Steinway Musical Instruments. Dieser wurde im Jahr 2013 vom US-amerikanischen Hedge-Fonds-Manager John Alfred Paulson gekauft. Bekannte Instrumentenhersteller wie C.G. Conn, King, Leblanc, Ludwig, Yanagisawa und natürlich Vincent Bach gehören zur Gruppe.

Wie entsteht die Vincent-Bach-Trompete heute?

Blicken wir hinter die Kulissen. In der US-amerikanische Kleinstadt Elkhart mit knapp 50 000 Einwohner, wird heute noch die berühmteste Trompete der Welt per Hand produziert. Dabei wirkt die Produktionsstätte und das Hauptquartier der Conn-Selmer-Gruppe kleiner als erwartet. Besucher die hier ankommen finden kein anonymes, riesiges Unternehmen vor. Es wirkt mehr wie ein lockeres und familiäres Unternehmen. Doch vermutlich war das nicht immer so. Denn in den Jahren zwischen 2006 und 2009 war man hier im Umbruch. In der Zeit gab es Streiks und Entlassungen. Von 230 Bach-Mitarbeitern blieben nur noch 70 im Unternehmen. Mittlerweile bauen wieder 120 Menschen die Bach Stradivarius. Man sagt auch, dass die Qualität seit dem Jahr 2009 wieder sehr gestiegen ist und kaum noch Überarbeitungen notwendig sind.

Was passiert bei der Trompetenherstellung?

Eine Führung erlaubt einen tiefen Einblick hinter die Fassade. Hier sieht man freundliche und stolze Mitarbeiter. Manche sind seit über 30 Jahren dabei. Posaunenzüge werden poliert, damit sie wie auf einem Luftkissen gleiten, Ventilstöcke zusammengelötet. Die Mitarbeiter, die in der Herstellung der prestigeträchtigen Trompete mitwirken, erscheinen wie eine große Familie. Man kann hier mit allen Sinnen spüren, dass hier Blech verarbeitet wird. Es dampft, es riecht, es ist laut und dreckig. Man hört ein Hämmern, Scheppern und Zischen.  

Echte Muskelkraft braucht der Mitarbeiter, der die Bleche poliert. Eine echte Bach Stradivarius besteht aus 150 Teilen. Dazu braucht man noch reine Handarbeit. Denn mit sage und schreibe 465 Schritten wird diese Trompete hergestellt. Alle Bleche kommen von einem Lieferanten, damit es keine Unterschiede im Klang, Ansprach und Haltbarkeit gibt. Zudem ist das Biegen der Schallbecher und das "Glühen" ganz wichtig. Nur einen einzigen vollautomatischen Roboter gibt es hier. Er ist für das Polieren von Mundstücken zuständig. Diesem Roboter verdankt die Firma, dass das ursprüngliche Geschäft von Vincent Bach – die Herstellung von Mundstücken- immer noch sehr gut läuft.

Haben Sie sich in dieses Instrument verliebt? Kein Wunder. Denn eine echte Vincent Bach Trompete wird hier noch mit Stolz hergestellt. Das spürt man, wenn man den Mitarbeitern über die Schulter schaut. Die Mitarbeiter leben und lieben ihre Arbeit. Jeder hat das Gefühl Teil von etwas wirklich Wichtigem oder Großem zu sein. Teil einer Vincent-Bach-Trompete. Kommen Sie bei uns ins Geschäft nach Parsberg oder Regensburg und erleben Sie diese außerordentliche Trompete!

 

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